Von Alice Ritchie 7. April 2010, 14:28 Uhr
Was als billige Mahlzeit für die Unterschicht begann, wird heute sogar in Londoner Nobelrestaurants serviert: Mit Fish and Chips schlagen sich auch figurbewusste Stars wie Kate Moss oder Jude Law gelegentlich den Bauch voll. Jetzt feiert das fettige Leibgericht der Briten seinen 150. Geburtstag.
Er wird mit fettigen Fingern aus einer gerollten Zeitung genossen oder mit Silberbesteck vom weißen Porzellan, mit Malzessig oder Sauce Tartare gewürzt, mit Bier oder Champagner hinunter gespült: Die Rede ist vom britischen Fast-Food-Klassiker Fish and Chips. Vor 150 Jahren wurde die erste Fisch-und-Fritten-Bude in England eröffnet – seither eroberte sich das Gericht einen Ehrenplatz in der britischen Kultur. Das inoffizielle Nationalgericht hat sowohl McDonald’s widerstanden als auch dem Trend zu Biokost. Heute gibt es rund 10.500 Fish-and-Chips-Läden in Großbritannien, in denen jedes Jahr zwischen 250 und 350 Millionen Portionen über die Theke gehen.
Was als billige Mahlzeit für die Unterschicht begann und sich zum nationalen Leibgericht entwickelte, wird heute sogar in manchen Nobelrestaurants als Klassiker serviert. So zum Beispiel im „J Sheekey“ im Londoner West End. Ein Tisch in dem vornehmen Restaurant mit weißen Leinendecken und dunkler Holzvertäfelung gehört zu den begehrtesten der Hauptstadt. Wer hier speist, hat auch mal Stars wie Jude Law oder Kate Moss am Nebentisch.
„Fish and Chips verkaufen sich mit am besten“, sagt Richard Kirkwood, der Küchenchef des Gastro-Tempels. 150 bis 200 Portionen Fischfilets mit Fritten serviert er jede Woche. „Für mich ist die Kombination aus leichter, knuspriger Panade und weichem Fisch etwas Besonderes“, sagt Kirkwood. „Du hast das Knackige, du hast das Weiche, du hast die süßen Erbsen und die knusprigen Fritten. Es ist ein tolles Essen.“
Für 17,50 Pfund (rund 19 Euro) bekommt der Gast frischen, laut Kirkwood umweltverträglich gefangenen Schellfisch, mit Bierteig paniert und leicht frittiert. Dazu wird neben den Kartoffelstäbchen auch Erbsenbrei mit Minze gereicht. Würzen können die Gäste mit Sauce Tartare, Malzessig und Tomatenketchup, den traditionellen Fish-and-Chips-Soßen. Nicht selten wird das Kultessen hier mit Champagner bestellt.
Von den bescheidenen Anfängen der Fisch-und-Kartoffel-Mahlzeit ist das ein weiter Weg. Die Erfolgsstory begann im Londoner East End, wo die jüdische Gemeinde Fisch in heißem Fett zubereitete. In den Fabriken im industriellen Nordwesten Englands erfreuten sich zu dieser Zeit gebratene Kartoffelschnitze großer Beliebtheit. 1860 wurde nach Angaben des britischen Bundes der Fischfrittierer NFFF (National Federation of Fish Friers) die erste Fisch-und-Fritten-Bude eröffnet. Fischbratereien in Nordengland und London streiten jedoch darum, wo dieser erste Imbiss stand.
Nach Einschätzung des Fish-and Chips-Historikers John Walton waren der Bau der Eisenbahn und der Einsatz von Dampfschiffen im Fischfang für die Ausbreitung des Gerichts in ganz Großbritannien verantwortlich. Im Ersten Weltkrieg erklärte die Industrie es zum Patrioten-Essen. 1930 verkaufte es Harry Ramsden erstmals in Yorkshire auch an Mittelklasse-Kunden – inzwischen hat diese Firma 35 Filialen.
Auf die Frage, was sie an Großbritannien am meisten lieben, nannten die Briten in einer Umfrage von 2008 Fritten mit Fisch noch vor der Queen. Der Siegeszug setzte sich im Übrigen auch im Ausland fort: Nach Angaben von Tim Hughes von „J Sheekey“ ist der britische Klassiker auch in den Restaurants der Kette in New York und Dubai ein Hit: „In Upper Manhattan in New York achten sie sehr auf ihr Gewicht, aber von Fish and Chips können sie nicht genug kriegen.“
Zu den Fans des Traditionsgerichts gehört Ian Neary, der an einem windigen Tag in der trendigen südenglischen Küstenstadt Brighton Schellfisch mit Fritten aus dem Styroporbecher genießt: „Es ist so einfach zu essen, so frisch, so heiß und lecker. Es ist wunderbar, unschlagbar.
Yes I love it. I think, this is the ownest what every people can eat in UK, when he is not born of the island. Sorry my english is poor, the same is the british “cuisine”.My famliy and I lives 1 1/2 year in London( Dartford).
Only what we can eat in the pubs was fish and chips. What says my brother in law ( a Walsh): all other is brrrr…. . He like the german kitchen: Bratwurst-german sausage, Bratkartoffeln-german potatos, german mustard,and,and, and fish & chips.
Happy birthday fish and chips!
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