Manche kommen wegen einer harmlosen Knieoperation ins Krankenhaus, andere werden gegen Krebs behandelt bis sie plötzlich einen viel bedrohlicheren Feind im Körper haben. Jedes Jahr stecken sich rund 600.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern mit gefährlichen Keimen an. Viele sterben daran.
Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass sich jedes Jahr fünf Prozent der Krankenhauspatienten mit einem Keim infizieren. Die Folgen sind Lungenentzündungen, Wundinfektionen oder Blutvergiftungen, die bei rund 40.000 Patienten zum Tod führen. Tendenz steigend. Viele Entzündungen wären vermeidbar, wenn das Krankenhauspersonal mehr auf Hygiene setzen würde.
Doch das ist einfacher gesagt als getan: Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention arbeitet zwar Richtlinien zur Hygiene aus, doch verpflichtend sind diese Empfehlungen nicht. Professor Constanze Wendt von der Uniklinik Heidelberg sucht deshalb nach praxisnahen Lösungen. Sie hat zum Beispiel herausgefunden, dass viele Krankenhausmitarbeiter Hautschäden vom Desinfizieren der Hände davontragen. Die Fachärztin für Krankenhaushygiene probiert deshalb jetzt Mittel aus, die kein Parfüm und keine Farbstoffe enthalten.
Erreger lieben Türklinken aus Stahl
Türklinken aus Kupfer töten Keime ab!
Doch Hände sind nicht die einzigen Keimquellen. Krankenhauserreger fühlen sich auch auf Lichtschaltern und Türklinken wohl. Und die werden jeden Tag dutzendfach von Ärzten, Patienten und Angehörigen angefasst. An der Asklepios-Klinik in Hamburg-Wandsbeck wurden jetzt auf einer Station die Klinken und Lichtschalter aus Edelstahl gegen solche aus Kupfer ausgetauscht. Denn Biologen von der Universität Halle haben herausgefunden, dass Bakterien Edelstahl lieben und sich oft tagelang darauf tummeln. Kupfer vernichtet die Keime dagegen innerhalb kürzester Zeit mithilfe freier Sauerstoffradikale.
Kupferklinken, Handschuhe, Einzelzimmer – es gibt zahlreiche Ideen, wie man Krankenhauskeimen den Garaus machen kann. Doch die Gefahr durch Infektionen ist längst nicht gebannt.
Ja liebe Leser. Das hört sich ja gar nicht gut an. Sollte man jetzt alles in Frage stellen? Wir glauben dies nicht! Es gibt ja schon für viele Dinge Alternativen wie z. Bsp.: Seifenspender aus Kunststoff, Handtuchspender aus Kunststoff, Papierkörbe aus Kunststoff, ja auch Müllsackhalter und vieles mehr ist nicht nur in Edelstahl verfügbar. Selbst automatische Schlauchaufroller und Schlauchhalter können in Alternativmaterial geliefert werden.
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